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Die erste eigene Wohnung – Tipps

© Picture-Factory - Fotolia.com

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Mit der ersten eigenen Wohnung beginnt für die meisten der erste Schritt in die Unabhängigkeit und gezwungenermaßen auch der erste Schritt zur Selbständigkeit. Dies beginnt jedoch nicht erst, wenn alles unter Dach und Fach ist, und man es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich machen kann. Zuvor bedarf es an einiger Organisation und Recherche, die zwar möglichst alle Wünsche und Interessen abdecken, das Budget aber auch nicht sprengen darf.

Die Frage der Finanzierung ist in diesen Angelegenheiten nämlich die wichtigste und Grundlage für alle weiteren Überlegungen. Dabei sollte man ruhig ein wenig streng mit sich sein und lieber etwas zu mehr bei den Kosten einplanen als zu wenig. Hier gilt ein Grundsatz, an den es sich zu halten lohnt: So sollte die Miete inklusive aller Nebenkosten maximal ein Drittel des Nettoeinkommens betragen. Für die erste Wohnung ist von Krediten unbedingt abzuraten. Stattdessen lohnt es sich, die Suche am möglichen Lebensstandard auszurichten.

Je klarer die Suche ausgerichtet ist, desto einfacher gestaltet sie sich natürlich auch. Dabei ist es wichtig festzulegen, was eine Wohnung unbedingt bieten muss und auf welche Extras sich gegebenenfalls auch verzichten ließe. Schon bei der Suche lassen sich Kosten sparen, indem man sich an privat zu vermietende Objekte hält und Maklerprovisionen umgeht. Von Vorteil ist es hierbei, im Voraus eine Liste der Einnahmen und eventuellen Rücklagen anzufertigen, um genau zu wissen, auf welchen Puffer man zurückgreifen kann.

Um beim Sparen zu bleiben, sollte man sich von dem Traum einer komplett neuen Einrichtung für die erste Wohnung ruhig verabschieden und sich stattdessen an den ausrangierten Stücken der Eltern bedienen. Ein wenig mehr Selbständigkeit lässt sich dann wiederum beim Umzug beweisen, der sich selbst organisieren und über die Bühne bringen lässt.

Berliner Gallery Weekend

© Niccolò Podestà - Fotolia.com

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In Berlin fand vom 27. bis zum 29. April das berühmte Gallery Weekend statt. Wie auch in den vergangenen Jahren lockte auch an dem April-Wochenende die Veranstaltungsreihe viele Menschen in die Kunstgalerien. In der Hauptstadt konnte man so viel Kunst innerhalb kürzester Zeit sehen, wie schon lange nicht mehr. Neben der Kunst hat sich auch eine Vielzahl von Künstlern in der Stadt eingefunden. Zum ersten Mai waren die Galerien sehr gut besucht. Viele Besucher, die wegen der 1. Mai-Party gekommen waren, erfuhren so auch von dem Gallery-Weekend und besuchten die Ausstellungen verschiedenster Künstler. 

Als das Gallery Weekend vor nun acht Jahren zum ersten Mal stattfand, waren lediglich zwölf Galerien mit an Bord. Heute sind es mehr als 50 Galerien, die zum Kunst-Wochenende dazugehören. In diesem Jahr zählt das Kunstfest genau 51 Galerien. Neben den vielen bekannten Künstlern hatten auch weniger berühmte Kunstschaffende die Möglichkeit ihre Werke in der Hauptstadt auszustellen.

Doch auch namhafte Künstler, wie der Documente-Künstler Roman Ondak, nahmen am Gallery Weekend teil. So wurde dieser im Guggenheim-Museum zum Künstler des Jahres ausgezeichnet. Auch Michael Sailstorfer, der die motorisierten Bäume erschaffen hat, erhielt ebenfalls eine besondere Auszeichnung, den „Vattenfall Comtemporary“.
Viele Künstler hatten sich an diesem Wochenende in Berlin eingefunden, um nicht nur auszustellen, sondern auch die Stimmung einzusaugen und sich vom kreativen Schmelztiegel der Kunst, Berlin, forttreiben zu lassen.

Für viele Künstler ist das Gallery Weekend zu einem festen Termin im Kalender geworden. An den Tagen sieht man nicht nur viel Kunst, sondern auch die Schaffenden selbst. Die Besucher können so direkt beim Künstler nachfragen und sich über die Kunst unterhalten. So können sich natürlich auch die Künstler untereinander austauschen und neue Ideen sammeln. Dieses Wochenende ist für jeden Menschen, der an Kunst interessiert ist, ein Gewinn. Berlin wird nicht umsonst als die Stadt der Kreativen bezeichnet. Hier findet sich seit über zwei Jahrzehnten alles ein, was frei denkt und diese Freiheit auch leben möchte.

Neue Krise bei der S-Bahn?

© KD-Photo - Fotolia.com

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Zeichnet sich bei der Berliner S-Bahn die nächste Krise ab? Während der Fahrgastverband IGEB davon spricht, tut der Berliner Senat einmal wieder so, als hätte es noch nie eine Krise gegeben. Ein weiteres Kapitel der kuriosen Berliner S-Bahnen mit all ihren Pannen, Ausfällen und Problemen.

Zur Abwechslung geht es dieses Mal allerdings nicht um einen Mangel an Fahrern für die Bahnen, die kreuz und quer durch Berlin unterwegs sind. Sondern um einen Mangel an Wagen: Denn der Fahrgastverband IGEB hat ausgerechnet, dass in fünfeinhalb Jahren so viele Züge fehlen werden, dass der normale Fahrbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Der verantwortliche Politiker aus Berlin, der SPD-Mann Christian Gaebler, scheint sich den Kopf dagegen nicht zerbrechen zu wollen: Gegenüber der Berliner Zeitung sagte der Verkehrs-Staatssekretär, es sei nicht abzuschätzen, ob es wirklich zu einem schweren Fahrzeugmangel kommen wird oder nicht.

Noch dazu spricht Gaebler davon, dass die Alt-Züge, die eigentlich bis Ende 2017 von den Schienen genommen werden sollen, ja noch länger in Betrieb bleiben könnten. Außerdem werde ja in neue Züge investiert. Doch bislang blockiert eine Debatte innerhalb seiner Partei eine offizielle Entscheidung des Berliner Senats um die Zukunft der S-Bahn.

Und selbst interne Mitarbeiter seines Gremiums stimmen in die Sorgen des IGEBs ein: Es sei unrealistisch davon auszugehen, so schnell so viele neue Züge zu bekommen. Nach einer Hochrechnung sollen Ende 2017 gerade mal zwei Dutzend neue Wagen zur Verfügung stehen. Und der verlängerte Betrieb der alten S-Bahn-Wagen ist auch nicht so ohne Weiteres möglich: Denn die müssten dann mit zusätzlichen Sicherheitssystem auf das aktuelle System der Bahn umgestellt und komplett generalüberholt werden. Eine teure Investition in veraltete Wagen, die sehr fragwürdig ist.

Da ein Verlassen auf die öffentlichen Verkehrsmittel nicht möglich ist, greifen viele Berliner wieder zum Auto. Doch wo auf die Schnelle ein Auto herbekommen? Besonders Kleinwagen erfahren einen neuen Trend, wie beispielsweise die Skoda Fabia Modelle im Internet. In der Tat braucht auch die Debatte um die Berliner S-Bahn endlich klare Worte und Taten, anstatt Vermuterei und Schönfärberei. Schließlich verlassen sich jeden Tag tausende Berliner auf ihre S-Bahn…

Jonas Burgert: Die Sammler lieben ihn

© mkrberlin - Fotolia.com

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Die Galerie Blain Southern, in Berlin Mitte, lädt ab dem 27. April zur Werkschau eines Künstlers, der bei seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Tod bewusst den Weg des Reduktionismus vermeidet.
Jonas Burgert, erfolgreicher Absolvent der HDK und Meisterschüler unter Dieter Hacker, betrat vor rund sieben Jahre die große Bühne der internationalen Kunstszene. Damals, der Allrounder verdingte sich zu jenen Zeiten auf dem Bau, nahm Burgert an einer Gruppenausstellung im aufstrebenden Künstlerbezirk Kreuzberg teil und wurde so vom Kurator der Hamburger Kunsthalle entdeckt.
Burgert macht seinen internationalen Erfolg am Scheidepunkt seines künstlerischen Schaffens fest: Der Übergang vom Abstrakten zum Konkreten. Um diesen Wendepunkt genauer nachvollziehen zu können, kommt man nicht umhin sich mit dem düsteren Werk des mittlerweile 42-Jährigen auseinanderzusetzen.
Es sind die großen Themen, die sein Werk prägen. Tod, Leid, Begierde, Eifersucht, Manie, all diese Leitthemen bestimmen, die monumentalen Gemälde, die nun bei Blain Southern erstmals in einer Retrospektive gezeigt werden.
Monumental ist auch der richtige Begriff, um die schiere Größe der Gemälde, die in vielen Fällen über zehn Meter messen, zu beschreiben. In grellen Farben sieht man da maskenhafte Aufläufe von Menschen, die in ihrer Kränklichkeit Tumulte bilden und, wie um ihrem Leid zu entfliehen gen Bildrand streben. Beklemmende Alptraumszenarien, die durch ihre schaurige Authentizität dennoch stets unter der Kitschgrenze bleiben.
Er setzt auf barocke Vergänglichkeitssymbolik und erinnert an biblische Weltuntergangsszenarien, oder melancholische Kupferstiche des großen Dürers. Burgert versucht mit seinen Werken Zeitloses einzufangen. Leid und Tod, Vergänglichkeit und Verdrängung, all diese Motive, die seit Menschengedenken hinter jeglicher Form von Kunst standen, kommen in seinen rätselhaften Bildern zum Ausdruck. Es ist dieser ehrliche Weg, der ihm zu Dauerabsätzen auf dem Kunstmarkt verhilft. In einer Gesellschaft, die durch immer ausschweifendere Zerstreuungs- und Ablenkungsmechanismen konsequent ihre eigentliche Sterblichkeit verdrängt, ist Burgert ein Mahnender, der sich nicht schämt, sein eigenes, inneres Leid und seine Angst vor dem Tod auf die große Leinwand zu bringen.

Traditionshaus: Die Tadshikische Teestube muss schließen

© Aleksey Kozin - Fotolia.com

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Seit über dreißig Jahren gibt es sie jetzt, doch nun soll sie schließen. Die „Tadshikische Teestube „im Palais am Festungsgraben, ein Ort mit Atmosphäre zum Teetrinken, Schlemmen, sich unterhalten oder einfach nur ausruhen, wird zum 01.Mai 2012 seine Pforten für immer schließen.
Dutzende Schuhpaare begrüßen den Besucher, der sich zur Teestube aufgemacht hat. Durch die hellen Flügeltüren im Eingang gelangt man nur barfuss oder auf Strümpfen, denn die Teppiche sollen geschont werden. Im Raum stehen geschnitzte Sandelholzsäulen, umringt von niedrigen Tischen, bunten Kissen und weichen Decken. Die Teestube war ursprünglich ein Geschenk der Sowjetunion.
Hat man im Schneidersitz Platz genommen, kommt der Kellner mit der Karte. Empfohlen wird die „Russische Teezeremonie für zwei“. Ein Samowar mit einem Kännchen Teesud, fünf Sorten Zucker, Fondant, Rumrosinen, Konfitüre, Zitronat und Gebäck werden dazu gereicht. Aber eines darf nicht fehlen. Ein Gläschen mit eiskaltem Wodka gehört ebenfalls zur Teezeremonie.
Alternativen bietet die Karte viele. Wählen kann man zwischen 15 verschiedenen Teesorten. Gegen Hunger und für den Genuss gibt es Borschtsch, Soljanka, Piroggen, Pelmeni und Bliny.
Der Montag steht im Zeichen der Märchenstunden, aber auch das gehört nun vorerst der Vergangenheit an. Der Betreiber der Teestube hat sich jedoch mehr oder weniger eigenständig zu diesem Schritt entschieden. Das Gebäude steh unter Denkmalschutz, müsse aber dringend renoviert werden. Insbesondere das Lokal und die kleine Küche sind unter diesen Umständen nicht länger zu betreiben. Aus diesem Grund habe er den Vertrag mit der Berliner Immobilienmanagement-Gesellschaft (BIM) nicht verlängern wollen. Die hält zwar dagegen und ist traurig über den Verlust eines solch traditionsreichen Lokals, aber Igor, der Chefkellner der Teestube hat sich bereits mit diesem Entschluss abgefunden. Derzeit halte man Ausschau nach einen geeigneten Ort für eine neue Teestube. Ob dieser Umzug auch die Atmosphäre mitnehmen kann, auch ohne den Zauber des Palais am Festungsgraben auskommt, bleibt offen.

Verkehrschaos: Berlins streikende Taxifahrer

© fuxart - Fotolia.com

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Mittlerweile kann man schon die Tage bis zur Neueröffnung des Willy-Brandt Flughafens herunter zählen. Viele warten freudig auf diesen Tag, während andere diesem eher mit gemischten Gefühlen entgegen sehen. So sind derzeit neben den Anwohnern (die drohenden Fluglärm befürchten) vor allem die Taxifahrer nicht besonders gut auf den Flughafen zu sprechen. Dies hat den einfachen Grund, dass vom Senat beschlossen wurde, für die Zufahrt zum Flughafen exklusive Gebühren zu erheben. Dies bedeutet im Klartext, dass jeder Taxifahrer pro Zufahrt 1,50 Euro an eine Taxi-Management-Firma zahlen muss. Diese Kosten sollen dann auf die Kunden abgewälzt werden, indem die Taxi-Fahrer dort einen speziellen Tarif einführen. Dies stößt bei den vielen Taxi-Unternehmen jedoch auf wenig Zuspruch und mittlerweile sogar auf Widerstand. So wurde für den vergangenen Montag ein großer Streik aller Taxi-Unternehmen angekündigt.

Streikende Taxifahrer und eine wie eh und je unzuverlässige BVG – die Berliner haben es nicht leicht. Eine Alternative wäre ein eigenes Auto, aber der Ford Mondeo Gebrauchtwagen oder auch nur der kleine Smart müssen regelmäßig mit Benzin gefüttert werden, und das ist in Zeiten von immer teurer werdendem Sprit auch nicht ganz einfach. So musste man bei dem Streik entweder doch auf die BVG, die unregelmäßig erscheinenden Taxis oder die S-Bahn zurückgreifen und hoffen trotzdem pünktlich zu sein.

Denn der Streik fand in der Tat auch statt, jedoch nicht in einem solchen großen Ausmaße wie zuvor befürchtet. So wurde zwar gerade an der Siegessäule der Verkehr für einige Zeit lahm gelegt, jedoch war dies nur ein vorübergehendes Bild. Problematischer war es da schon, dass beispielsweise am Hauptbahnhof die Kunden bis zu 25 Minuten auf ein Taxi warten mussten und darunter vor allem Business-Leute zu leiden hatten. Jedoch war das Problem nach wenigen Stunden auch schon wieder beseitigt, sodass keine größeren Probleme auftraten.

 

Christina Schröder: Buchpräsentation im Prenzl’ Berg

© ArTo - Fotolia.com

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Ausgerechnet im umstrittenen Prenzlauer Berg präsentierte Familienministerin Schröder ihr neues Buch mit dem frechen Titel „Danke, emanzipiert sind wir selber“. Das Buch ist ein Plädoyer der modernen Frau und eine Warnung davor, sich als Frau in Rollen drängen zu lassen. Doch viel Erfolg hatte sie damit weder bei den Karriere- noch bei den Hausfrauen.

Der Prenzlauer Berg, ein Viertel im Nordosten Berlins, ist seit Jahren einer der kinderreichsten Bezirke überhaupt – und Treffpunkt der selbsternannten Kunst- und Kulturszene. Der Bezirk bekommt deshalb nicht nur viele böse Witze und Kritik ab, auch Familienministerin Schröders Abrechnung mit einem fehlgegangenen Feminismus wirkt in dem Bezirk Deutschlands mit den meisten weiblichen Akademikern völlig fehl am Platz.

Eigentlich sollte es nach eigener Beschreibung ein politisches Buch sein – doch die 217 Seiten sind eher eine kleine Biografie von Schröder. Die schrieb schon mit zarten 19 Jahren in ihre Abi-Zeitung: Sie wolle “Ehe, Kinder und Karriere unter einen Hut bringen … ohne jemals zur Feministin zu werden”. 15 Jahre danach scheint ihr das gelungen und noch immer ist ihr Glaubensbekenntnis das Gleiche: Jede Frau solle selbst entscheiden, wie sie leben möchte. Vorsicht vor Rollenbildern und Stereotypen, vor veralteten feministischen Slogans und konservierten Gesellschaftsstrukturen.

In der Tat ist die Diskussion über das schöne Geschlecht immer noch sehr verzwickt und verkrampft. Am Ende, so Schröder selbst, mache man als Frau eh immer alles falsch: Das Stereotyp am Herd oder egoistische Karrierefrau. Rabenmutter oder Hipster, die ihre Kinder verzieht. Doch ob Schröder diese festgefahrene Debatte wirklich auflockern kann, bleibt sehr fraglich. Denn verkrampft war die gute Familienministerin vor allem selbst, als sie vor Publikum erklären sollte, wie sie denn konkret mit ihrem politischen Einfluss für ein selbstbestimmtes Leben der deutschen Frauen eintreten will. Unterstützung suchten die Frauen dort jedenfalls vergeblich – egal ob Karrieremutter oder Öko-Dame.

Sammelleidenschaft: Eierbecher aus Porzellan

© dusk - Fotolia.com

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Aktuell dürfen sich Sammler, die seltene Eierbecher aus Porzellan in ihrer Vitrine haben, freuen. Denn die kleinen Becher aus dem sogenannten weißen Gold erzielen auf dem Markt stolze Preise von mehr als tausend Euro. Wenn die Eierbecher aus namhaften Manufakturen wie Meißen und Sèvres stammen und sich in einem guten Zustand befinden, kann der Preis sogar bei 100.000 Euro liegen.

Bei vielen Menschen ist eine Sammelleidenschaft latent vorhanden. Meistens wartet sie nur darauf, geweckt zu werden. Oft ist der Anfang mit einem einfachen Geschenk oder einem einfachen Fund auf dem Trödelmarkt oder auf dem Dachboden gemacht. Aus diesem einen Fund wird oft der Auslöser einer wahren Sammlerleidenschaft. Als Ergebnis entstehen manchmal große und kostspielige Kollektionen. In manchen Fällen können sich solche Kollektionen nach Jahren als wahre Investitionen erweisen – insbesondere, wenn darunter seltene und wertvolle Exemplare zu finden sind.

In der Historie stehen Eier oft symbolhaft für Wohlstand und Geld. Auch Porzellan ist sehr wertvoll und wird heutzutage sogar als “weißes Gold” bezeichnet. Erst vor zwei Jahren zum Beispiel hat eine Porzellanauktion bei Christie’s neue Rekorde erzielt. Insbesondere seltene Sammelstücke aus den berühmten Manufakturen Meißen und Sèvres sind zu fünf- oder sogar sechsstelligen Preisen verkauft worden. Diese beide Manufakturen sind es, die früher Eierbecher hergestellt haben, die heute zu den wertvollsten Exemplaren auf dem Sammlermarkt gehören. Doch man kann beim Kauf von Eierbechern oder anderen Porzellanobjekten nicht immer mit einer Wertsteigerung rechnen. Ob man für seine Sammlerstücke später einmal einen guten Preis erzielen kann, hängt schließlich davon ab, ob sich ein Sammler findet, der die Sachen zu schätzen weiß und den geforderten Preis zu zahlen bereit ist.

Art&Toys – Austellung der Sammlung von Selim Varol

© Brad Pict - Fotolia.com

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Im ‘me Collectors Room’ Berlin findet vom 26. Mai bis zum 30. September 2012 eine Ausstellung statt, die die Sammlung von Selim Varol zeigt. Der 39-Jährige sammelt seit seiner Kindheit Spielzeuge. Seine Sammlung ist mit ungefähr 15.000 Figuren eine der größten Europas. Schwerpunkt der Kollektion sind unter anderem Arbeiten von Street-Art- und “Pop-Surrealismus”-Künstlern. Die spielerisch-humoristischen Werke stellen eine Verbindung von Kunst und Alltag dar. Die Spielzeuge, die zumeist in Asien produziert wurden, sind aus Plastik oder Vinyl. Detailgetreue Miniaturen und Skulpturen zeigen die Vorstellungen von zeitgenössischen Künstlern und Designern. Die Thematik umfasst Politik und Zeitgeschehen (zum Beispiel gibt es Figuren von George W. Bush, Osama Bin Laden, Hitler u.a.), aber auch Film- und Unterhaltungsindustrie, Comics (zum Beispiel Batman, Superman, Rambo, Marilyn Monroe und viele mehr) und Mangakultur.

Viele Ausstellungsgegenstände sind auch sehr bekannt. Zum Beispiel das legendäre Wahlplakat für die Obama-Kampagne von 2008, “HOPE” von Shepard Fairey. Aber auch die Kampagne von JR, dem aktuellen TED-Preisträger, ist sehenswert. Er brachte 2008 im Zuge von “28 millimètres: Women Are Heroes” rießige Abbildungen von Frauen an Häusern in den Favelas von Rio de Janeiro an. Die dargestellten Frauen waren allesamt Einwohnerinnen der Stadt. JR wollte auf ihre Lebensgeschichten aufmerksam machen und den Frauen ein Sprachrohr bieten.

Die Ausstellung umfasst 3000 Werke von über 200 Künstlern und Designern aus mehr als 20 Ländern. Zentrales Thema ist ausserdem das Sammeln und die Leidenschaft dafür. Ausgestellt werden zum Beispiel Werke von Kaws, Phil Frost, Banksy, Blu, Damien Hirst und vielen weiteren bekannten Artists. Ausserdem sind auch berühmte Designer an Bord, zum Beispiel Donatella Versace, Christian Lacroix, Jean Paul Gaultier, Marc Jacobs, Giorgio Armani, Alexander McQueen und viele mehr.

Berlin: Gesundheitstest für alle Senioren abgelehnt

 

© goodluz - Fotolia.com

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Derzeit wird eine hitzige Debatte in Berlin um die Mobilität von Autofahrern geführt. Auslöser waren die Unfälle in den vergangenen zwei Wochen bei denen Senioren die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Innerhalb von zwei Wochen ereigneten sich in Berlin zwei schwere Unfälle. Zunächst verlor ein Rentner das Bewusstsein in Lankwitz und verursachte einen so schweren Unfall, dass der Mann noch am Unfallort verstarb. Vor einigen Tagen kam es zu einem ähnlichen Unfall, bei dem der Fahrer einen Herzinfarkt erlitt und deshalb die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Er und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt.

Auf Grund dieser Unfälle werden nun Stimmen lauter die einen Mobilitätstest für Rentner verlangen. Zünder der Debatte ist zum Beispiel Hamburgs Innensenator Michael Neumann, der für verpflichtende Gesundheitstests einsteht. Der Bundesverkehrsminister Ramsauer, der ADAC und die Gewerkschaft der Polizei, sowie die Berliner Senatsverwaltung sprechen sich gegen solche Tests aus.

In den vergangenen Woche forderte der Unfallforscher Siegfried Brockmann verpflichtende Gesundheitstests. Seinen Forschungen nach erhöhe sich das Risiko eines Unfalls im öffentlichen Verkehr mit dem Alter der Fahrer. Ab einem Alter von 75 Jahren nehme die Fähigkeit ab komplexe Situationen zu erfassen und richtig einzuschätzen.
Den Hintergrund für die ganze Debatte liefert eine neue Regelung innerhalb der EU. Nach der neuen Vorschrift sind alle Führerscheine, die ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt werden, nur noch 15 Jahre gültig und bedürfen anschließend einer Verlängerung. Gleichzeitig sollen Gesundheitstests eingeführt werden, die über die Fahrtauglichkeit der Fahrer entscheiden.

Egal ob der Fahrer einen Ford Focus oder einen Mercedes fährt, kommt es zu einem Unfall, können Menschen verletzt werden. Die Debatte um den Gesundheitstest sollte sich vor allem auch auf den Gesundheitszustand des Fahrers und nicht unbedingt auf das Alter konzentrieren, so Ramsauer. Mit verpflichtenden Tests ausschließlich für Menschen über 65 Jahren, würde diese Bevölkerungsgruppe zu Unrecht diskriminiert werden.